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Julia, welche vor gut drei Monaten zu einem Teil von FAYO geworden ist, hat sich Zeit für drei Fragen genommen. Über Inspiration, wie sie FAYO erlebt und was ihre Herausforderungen beim Unterrichten sind. Wir wünschen dir viel Spass beim Lesen und mehr erfahren zu Julia.

Welche Herausforderungen begleiten dich zurzeit auf der Matte besonders?
Besonders beim Yoga Unterrichten fordert mich immer wieder die Frage heraus, wie ich meine eigene Erfahrung für andere Menschen verständlich in Worte fassen kann, um ihnen eine ähnliche Erfahrung zu ermöglichen. Wie formuliere, erkläre, umschreibe ich eine Körpererfahrung so, dass sie beim anderen Individuum möglichst präzise ankommt? Meine eigene Sprache zu finden ist ein ständiger Prozess, überraschenderweise vor allem in meiner Muttersprache, dem Schweizerdeutsch, weil es nicht die Sprache ist, in welcher ich selber gelernt habe. Die Suche nach den passenden Worten zur Vermittlung ist inzwischen aber auch zum persönlichen Spiel mit mir selber geworden, da Sprache und Ausdruck (Körpersprache eingeschlossen) für mich zentrale Lebensinhalte sind. Eine weitere momentane Herausforderung ist die Übersetzung (wobei wir wieder bei Sprache wären…) von mentalen Themen, mit welcher sich der Mensch in seiner persönlichen Entwicklung konfrontiert sieht, in eine zugängliche Yogapraxis. Wie kann ich mein physisches Dasein dazu nutzen, mich auf geistiger und seelischer Ebene zu unterstützen?

Wo findest du deine Inspiration?
Ich finde meine Inspiration in allem um mich herum und in mir drin. In Erfahrungen in verschiedensten Kontexten, Körperzuständen, Dingen, die mich beschäftigen, Geschichten, Gefühlen, Konversationen und ganz besonders in den Menschen, welchen ich begegne. Manchmal ist es die Energie eines Menschen, manchmal ein physisches Unwohlsein/Ungleichgewicht, zu welchem ich Lösungen suche, manchmal auch einfach die Körperlichkeit eines Menschen, die mich inspiriert.

Was bedeutet FAYO für Dich?
Die Arbeit, die wir täglich im FAYO leisten, ist deswegen so essentiell, weil wir eben bei der Realität der heutigen Gesellschaft ansetzen und nicht bei Elite. Wir machen Yoga (und damit eine bewusstere Lebensweise) für alle zugänglich; wo findet man diese Zugänglichkeit denn heute noch? Die Gesellschaft braucht mehr Verbundenheit, mehr Gemeinschaft, denn Ausschluss, Abgrenzung und Isolation gibt es doch wahrlich schon genug. Im FAYO spielt es eben keine Rolle, was man ist, kann oder hat und das ist wunderbar, weil sich dadurch Menschen begegnen, die in anderen Kontexten nicht aufeinandertreffen würden. Um Veränderung in der Gesellschaft zu bewirken, muss man beim Individuum anfangen und das tun wir, indem wir für ganz viele Menschen den Tag ein bisschen besser machen, dieses positive Gefühl nehmen sie (und wir!) mit und strahlen es aus, die universelle Energie ist damit – wenn auch nur wenig – positiver.

 

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